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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-07-01 - 2018-02-28

Markierungsexperimente mit stabilen Isotopen, v.a. 13C, in Form der metabolischen Flussanalyse sind, neben der Quantifizierung von Metabolitenkonzentrationen, ein wichtiger Ansatz um Veränderungen im zellulären Metabolismus besser verstehen zu können. Die stabilen im Substrat eingebauten Isotopen führen zu charakteristischen Isotopenmustern in den einzelnen Stoffwechselprodukten. Nach der chromatographischen Auftrennung der Zielanalyten, welche in eine komplexe biologische Matrix eingebettet sind, können die Isotopenmuster über massenspektrometrische (MS) Detektion gemessen werden. Trotz eines gewissen Mehraufwands hinsichtlich der notwendigen Derivatisierung, ist die gaschromatographische (GC) Trennung bestimmter Metabolite, wie beispielsweise der unterschiedlichen Isomere des Pentose-Phosphatweges, nach wie vor die Methode der Wahl. Hinzu kommt, dass aufgrund der Derivatisierung ein weites Spektrum an Metaboliten unterschiedlicher Polarität der GC/MS Analyse zugänglich gemacht wird. Allerdings wird die Bestimmung der charakteristischen Isotopenmuster dadurch erschwert, dass es bei den typischerweise aufgenommenen Elektronenstoßionisierungsspektren (EI) bei 70 eV zu einer starken Fragmentierung des Moleküls kommt und somit nur beschränkte Information zum intakten Kohlenstoffgerüst der jeweiligen Metaboliten verfügbar ist. Das macht den Einsatz komplizierter bioinformatischer Algorithmen für die Zusammenführung von Markierungsdaten unterschiedlicher Kohlenstoffgerüstfragmente notwendig. Um diesem Problem gerecht zu werden, kommt im vorliegenden Projekt eine neue „niedrig-Energie EI“-Quelle der Firma Agilent Technologies Inc. zum Einsatz. Verglichen mit den konventionellen Ionisierungsquellen, bleibt das intakte Molekülion zu einem höheren Ausmaß erhalten, während gleichzeitig die typischen Fragmente beobachtet werden können. Diese analytische Plattform erlaubt in Kombination mit einem hochauflösenden Flugzeitmassenspektrometer mit hoher Massengenauigkeit die selektive Bestimmung der Isotopenmuster. Ziel dieses Kooperationsprojektes mit der Firma Agilent Technologies ist die Etablierung einer GC/MS Analysestrategie für die Bestimmung von Isotopenmustern und, bei ausgewählten Metaboliten, der Position der stabilen Isotopen im Kohlenstoffgerüst einzelner Metabolite.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-09-01 - 2018-11-30

Ziel dies Projekts ist die Probenahme und chemisch- analytische Spuren- und Ultraspurenelementbestimmung an ausgewählten Mineralwässern bzw. höher mineralisierten Grundwässern in den geologischen Einheiten Österreichs. Die Auswahl der Messstellen in den jeweiligen Grundwasserkörpern wird durch die Geologische Bundesanstalt vorgenommen. Das ggst. Vorhaben erfolgt unter Einbindung und gleichzeitiger Zustimmung des BMLFUW. Die Daten sollen in Folge auch in das laufende Projekt „GeoHint -Update 2015“ (UBA/GBA) miteingebaut werden, welches eine Aktualisierung der geogenen Hintergrundwerte der bundesweit ausgewiesenen Grundwasserkörper in Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie bzw. der EU-Grundwasserrichtlinie bzw. des Wasserrechtsgesetzes zum Ziel hat. Das Projekt enthält zusätzlich zur Auftragsforschung auch einen Entwicklungsteil, bei welchem neue Methoden zur Anreicherung und genauen Analyse der technologierelevanten Metalle Silber, Gold, Palladium und Platin in Wasser erarbeitet werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-07-01 - 2018-03-31

Das Citizen Science Projekt „IsoPROTECT: Schutz regionaler Nahrungsmittelproduktion in Österreich durch Isotopen- und Multielementfingerabdrücke“ stellt eine Erweiterung des Sparkling Science Projektes CSI: TRACE your FOOD! dar, und wird vom VIRIS Labor, Department für Chemie, Universität für Bodenkultur Wien, durchgeführt. Das vorrangige Ziel des Projektes ist die systematische Erweiterung des Datensatzes zur Erstellung einer Isotopenlandkarte Österreichs, die dem Herkunftsnachweis heimischer regional produzierter Lebensmittel dient. Zusätzlich wird das im Zuge des CSI-Projektes entwickelte statistische Online-Zuweisungstool optimiert. Für die Nachhaltigkeit des Netzwerkes ist die Überführung des Projektes in einen nicht gewinnorientierten Verein „Freunde der regionalen Lebensmittelproduktion in Österreich“ geplant. Basierend auf den Kontakten und Ergebnissen des Hauptprojektes werden Produzenten regionaler Lebensmittel, Schulen und alle interessierte BürgerInnen eingeladen, sich als Citizen Scientists auf einer Web-Plattform zu registrieren um im Rahmen von „Crowdsourcing“ Proben und Informationen zu sammeln. Ziel ist, eine gute Abdeckung der Regionen in Österreich mit wichtiger Lebensmittelprodktion. Alle notwendigen Materialien, Instruktionen und Werkzeuge zur Zusammenarbeit, wie zum Beispiel eine ArcGIS Online Umgebung, in welche die gewonnenen Daten von den Citizen Scientists eingetragen werden können, werden vom VIRIS Labor Verfügung gestellt. Informationen zum Projekt werden in Form von Flyern, Videos, Live-Webinaren, über initiale existierende lokale Netzwerke und sozialen Netzwerken verteilt und an registrierte Citizen Scientists über Newsletters ausgesendet.

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